Die Burg Sigmarshofen.






Sigmarshofen in der Gemeinde Grünkraut 71/2 Kilometer südlich von Ravensburg besteht heute aus einigen Wohnhäusern und der ehemaligen  renovierten Kapelle.
Hinter den Bäumen wo sich heute ein Teich befindet stand die Burg. Außer den Mühlsteinen ist von der Mühle nicht mehr viel übrig.






Sigmarshofen, früher  Sigmareshove;  österreischiches Lehen bestand aus Hofgut, Burg, Kapelle, Mahl- und Sägemühle..

1257 ist Konrad von Sigemarshove Zeuge bei einer Schenkung und bald darauf H. vom Siegemarshove und sein Bruder Konrad. (1258 sind weiterer Zeugen Gerlohus und Ruodegerus von Emilhoven = Emmelhofen).

1276 ist Zeuge Gerohlt Ritter (miles) von Sigemarshove (weitere Zeugen dabei sind Hainrich, der Maier villicus von Wolmarshoven und andere aus der Nachbarschaft). Verhandelt wurde „Auf dem Kirchhof in Bodnegg“.

1291 verschreibt Ritter Gerloch von Sigmarshofen der Sakristei des Klosters Weingarten zur Erleichterung seines Gewissens eine jährliche Gült von 4 ß Pfg aus dem Gut in Sigmarshofen, das sein Sohn Haginach baute.

1344 gab es einen Vergleich zwischen Wemher von Rosenhartz genannt von Sygmerhofen und dem Kloster Weissenau, den Bach zu (Ober)Zell, der auf des Klosters Mühle fließt, zu benutzen.

Im 14.Jahrhundert sind die Ortsadeligen nach Ravensburg gezogen (1469 Vertrag mit Mayenberg-Nabholz in Ravensburg).

1463 verkauft Johanns Häwat, Pfarrer zu U.L.Frauen in Ravensburg im Namen seiner Pfarrei an Stefan Nabholz in Sigmarshofen den Zehnten von einer Wiese zu Dangrindeln.

1469 Vertrag des Oswal Mayenberg und seiner Frau Gret Nabholz mit Stefan Nabholz, über beiderseitiges Nutzungsrecht an einer Wiese und einem Wald zu Dangrindeln (früher im Besitz der Wildenmann auf der Burg Wildeneck bei Weingarten).

1492 verkauft Christian Stärkin von der Lochmühle diese an Steffen Nabholzs Witwe in Sigmarshofen für146 fl.

Die Umgebung von Bettenreute (Gde. Frohnhofen) bildete ein weiteres Zentrum des Gäldrichschen Grundbesitzes, das die Familie 1462 an Frick Humpiß verkaufte.

Von dem Erlös erwarben sie wohl Sigmarshofen. Konrad Geldrich, mit Margaretha  Täschler verheiratet, wird 1481 nach der Burg Sigmarshofen benannt, die er wohl erwoben hat. 

1501 ist die Burg im Besitz eines in Wien weilenden Friedrich Gelderich.  (Er war von 1494 - 1496 der Bürgermeister der Stadt Wien).

Auch mit dem Abbruch aller Zelte in Ravensburg  blieb die Burg im Besitz der Geldrich. Erst 1735 veräußerten sie das Gut.

Die Burg wurde 1833 vollends beseitigt.


Nach einer Skizze vom Ravensburger Stadtarchiv muß Sigmarshofen einst so ausgesehen haben.

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