Senftenau, Burg (Stadt Lindau / Bodensee).

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Eine nahezu lückenlose Quellenlage existiert für das stiftische Lehen Senftenau bei Äschach, das aus einem Schloß und aus einer Mühle bestand. Als stiftische Lehensträger erscheinen 1344 zuerst die Grafen von Montfort, 1356 Konrad Guterscher, der vorher genannte städtische Ammann, 1370 Berthold und Heinrich Peygrer, die an den Stift jährlich ein halbes Pfund Pfeffer zu bezahlen hatten. 1390 hatte Ulrich Peygrer das Lehen inne. 1480, 1481 und 1491 der Ravensburger Patrizier Jos Humpiß, der sich 1485 und 1490 reversiert, dass er gegen 18 fl ins Bürgerrecht der Stadt Lindau aufgenommen worden sei. An die Nachkommen des Jos Humpiß werden Burg und Mühle 1515, 1518, 1531, 1540, 1548, 1549 und 1551 ausgeteilt.

1518 wurde Hans Gäldrich, verheiratet mit Barbara Humpiß von Schachen, Tochter des verstorbenen  Jos Humpiß, zusammen mit seinen Schwägern mit der Sentenau belehnt.













Links, oberhalb vom Eingangstor ist das Wappen der Gäldrich bzw. das der Humpiss angebracht.


Der Augsburger Bürger Macharius Rumler empfing das Lehen 1570, verkaufte es aber im selben Jahr an den Feldkircher Bürger Ludwig Büchler, dessen Sohn Veit es 1585 übernimmt. 1605 ist das stiftische Lehen wieder in Lindauer Bürgerhänden: der geheime Rat Valentin Funk wird von der Äbtissin belehnt.

Die heute wohlerhaltene Weiherburg Senftenau befindet sich in privatem Besitz. Herr Dr. H. Jobst hatte die Burg Mitte der 80er Jahre von der Stadt Lindau gekauft.

Quellen:          
Historischer Atlas Von Bayern
Heft 5, Teil Schwaben
Bearbeitet von Manfred Ott

Staatsarchiv Augsburg
Bestand Reichsstadt Lindau
Akt/Lit Nr. Akten 51
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