Der Name GELDREICH ist von germanistischer Herkunft; GILDERIC. GILD- stammt aus der gothischen Bedeutung „Abgabe”. Im anglo- sachsischen heisst es GELT- und bedeutet „Bezahlung” und die Nachsilbe -RIC bedeutet „mächtig”.  (Nach dem Buch ”Dictionnaire Etymologique des Noms de famille” von Marie-Thérèse Morlet).
Zu der Nachsilbe -RIC ist zu erwähnen, dass das germanische RIK „mächtig” von dem gallischem RIG, vor der Umwandlung vom g in k, übernommen wurde und als Bedeutung „Machthaber”, also Staatsoberhaupt, hatte. Das Wort gibt es auch in der gothischen Schrift als REIK-S (=RIK-S) und steht für „Führer”,  „Macht”.  (Nach dem Buch aus der Collection „Que sais-je?“ von Paul Lebel mit dem Titel „Les noms de personnes en France” unter dem Kapitel „Noms gallo-germaniques).
In einem anderem Buch von Max Gottschald „Deutsche Namenskunde”, fünfte verbesserte Auflage mit einer Einführung in die Familiennamenskunde von Rudolf Schnützeichel, kann nachgelesen werden, dass unser Name GELDREICH von dem Wort „GELTEN” abgeleitet wurde. Er hat somit nichts mit Geld zu tun... GELTEN: Grundbedeutung „opfern”, dann „gelten, vergelten”. Dennoch, GELTEN heisst „an Wert haben”, somit auch wiederrum GELD.
Der Ursprung:
Name mit deutschem Wohlklang; der Ursprung liegt auch in diesem Land. Vielmehr aus der alemannischen Schweiz. Die ersten Spuren haben wir dort gefunden, nämlich in GELTERKINDEN, früher „GELTERKINGEN”  oder „GELTERCHINGIN”, ein kleines Dorf süd-östlich von Basel, nähe Sissach. Nach Rücksprache mit dem Baseler Staatsarchiv wurden uns folgende Angaben, die auch auf der Homepage Basel-Landschaft http://www.baselland.ch  zu finden sind, bestätigt:
1103 und 1154 lautete der Name GELTERKINGEN und gehörte zur grossen Gruppe der frühalemannischen Siedlungsnamen auf -INGEN und bedeutet <<Hof des Gelt(e)rich und seiner Sippe>>, der Geltrichinge. Durch städtische Schreiber wurde das mundartliche g durch d ersetzt (Kind statt Ching), das mit der Zeit auch in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen wurde.
In dem Buch, „Aus der Geschichte Gelterkindens“ von Pfr. D.K. Gauz, Liestal, ist auf Seite 2  folgendes zu lesen:
- Die römische Ansiedlung am Fuße des Bettenbergs ging ein; die andere hat den Alemannensturm überlebt und wurde von einem Franken Geltrich besetzt. Nach seiner Familie Geltriching erhielt der Ort den Namen.
Im Zuge unserer Forschungen wurde unser Name mit unterschiedlicher Rechtschreibung gefunden, eine Entwicklung im Laufe der Zeit und Jahre. Man muß wissen, dass die Rechtschreibung der heutigen Familiennamen auf den lautgetreuen Wiedergaben basiert.
Die unterschiedlichen Schreibweisen unseres Namens chronologisch im Laufe der Jahre und nach unseren Dokumenten geordnet, lauten wie folgt:

GELTRICH   

1103

Gelterkinden -CH

GÄLDRICH  

1326

Ravensburg -D

GÖLDRICH

1382   

Ravensburg -D

GELDRICH

1559

1559   Ravensburg / Sigmarshofen -D

GELDERICH

1570

Ravensburg / Tübingen -D

GUELDRIC  

1629

Mömpelgart -F

GELTRICH

1620

St.Hippolyte -F  / Oppenau -D

GUELDRICH

1667

Allenjoie –F

GELDRICH

1701

St.Hippolyte -F

GELDERICH

1744

Allenjoie -F

GELDRICH

1779

Weitbruch -F

GELDREICH

1804

Fast überall


Zu bemerken ist, dass in den vielen besuchten Archiven, sowie beim Nachschlagen der Wappenbücher, die unterschiedlichsten Schreibweisen des Namens bei den Beschreibungen des öfteren erwähnt wurden; insbesondere bei den Wappenbüchern.  Dies bedeutet, dass es sich immer wieder um die ein und die selbe Familie handelt.
Zu der aktuellen Schreibweise GELDREICH:
Die  Sterbeurkunde von Michel GELDREICH / Weitbruch Frankreich, (geb. am 24.09.1779) gestorben 1833, ist die letzte Urkunde in der aus väterlicher Sicht der Name GELDRICH zum lezten Mal erwähnt wurde. Diese Sterbeurkunde ist ein Beweise, dass es sich bei den heutigen GELDREICH, um die selbe Familie handelt. Einige ältere Schreibweisen, wie Göldrich oder Geldrich, existieren heute noch
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