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Das Warenzeichen bzw. die Hausmarke


Kopie aus "Württembergisches Adels= und Wappenbuch von Otto von Alberti



" ------------------------Wohl zu demselben Geschlecht gehört Frick Göldrich, Bürger zu Ravensburg, der 1330 ein Gut zu Unter-Waldhausen (OU. Ravensburg) verkauft und die neben abgebildete Hausmarke führt. "


Ob Frick Göldrich,1330 Bürger zu Ravensburg die abgebildete Hausmarke als Warenzeichen führte ist nicht bekannt. Bekannt ist, daß die Geldrich um 1450 bereits aktiv im Fernhandel waren und der großen Ravensburger Handelsgeselllschaft und später der der Ankenreute angehörten.



Wie alle mittelalterlichen Handelsgesellschaften und selbständige Kaufleute hatte auch die "Große Ravensburger Handelsgesellschaft" ein Handelszeichen.

Es wurde nicht nur um Schriftverkehr verwendet, sondern man bezeichnete und kennzeichnete Ballen und Waren, überhaupt das ganze Eigentum der Gesellschaft damit.

Das Zeichen bestand in einer welligen Bodenlinie, auf deren Mitte ein Balken steht, von dem links aus gehend einen weiteren und rechts zwei weitere Balken ausgehen. Unterhalb der Linie des ersten Striches bzw. Balken ist durch einen Querstrich ein Kreuzchen hergestellt, wodurch der religiöse Moment zum Ausdruck kommt. Das Ganze soll wohl einen Baum, bestehend aus Stamm und drei Ästen ohne Blätter darstellen, denn Claus Steinhüsler schreibt in seiner Abrechnung über die Safran-anlegung zum Schluß: " und wasß gezeichnott mit dem pom" (34), d. h. "und gezeichnet ist mit dem Baum". Daneben befindet sich das eben erwähnte Handelszeichen, aus einem Ihrer Geschäftsbücher.

Die Initialien beziehen sich auf den Gesellen Friedrich Grünenberg von Konstanz.
Quelle: General-landesarchiv Karlsruhe 67/1686, fol.25a.






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