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Leider konnten wir für die Ortschaften rund um Schoppenwihr zwischen 1618 und 1648 keinerlei Dokumenten wie Geburts- bzw. Taufbücher, Eheschließungen oder Sterbeurkunden ausfindig machen. Die fehlenden Bücher decken die komplette Zeit des Dreißigjährigen Krieg ab. Die Dokumentation beginnt erst wieder nach 1639. Also gibt es keine Einträge die Michael Geldrich und Dorothéa Melfinger aufweisen. Somit mussten wir andere Wege gehen um diese fehlende Verknüpfung zu finden.

Historische Beweise der Beziehung zwischen Michael Geldreich verheiratet mit Dorothea Melfinger,und Hans-Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen.

Historischer Hintergrund über Saint-Hippolyte im Elsass / Frankreich:

Saint-Hippolyte war im römischen Reich eine Neolithische besetzte Siedlung. Zum ersten Mal 774 erwähnt unter dem Namen "Fulrado vilare": Farm des Abts Fulrade von Saint-Denis. Das Dorf nahm seinen aktuellen Namen nach dem Begräbnis der Reliquien vom Heiligen (Saint) Hippolyte durch den Abt Fulrade, Abt von Saint-Denis am Ende des 8. Jahrhunderts.

Saint-Hippolyte ging im 13. Jahrhundert an die Herzogen von Lorraine (die Herren von Lothringen). Eine Festungsanlage vor 1316 geworden und mit Stadtrecht versehen, blieb Saint Hippolyte eine Enklave von Lothringen bis zur französischen Revolution 1789. Die Familie von Lorraine ist eine Familie die über das Herzogtum von Lothringen von 1048 bis 1453 und von 1484 bis 1736 regierte. Desweiteren regierten die von Lorraine über das Herzogtum von Bar von 1484 bis 1736,über die Toskana von 1737 bis 1860, über Östrreich-Ungarn-Böhmen von 1780 bis 1918,über das Herzogtum von Modena von 1814 bis 1859 über das Herzogtum Parma von 1814 bis 1874 und über Mexiko von 1864 bis 1867.

Der Stammbaum der von Lorraine geht bis zum Graf Gérard aus dem Elsass (+1070) Herzog von Lorraine. zurück. Der Herzog Francois III von Lorraine heiratete 1736 Mary-Theresa von Habsbourg, die Erbin der Familie von Habsbourg die man fortan die Habsbourg-Lorraine nannte. (Es handelt sich in der Tat um die Fortsetzung der Familie von Lorraine bis zu unseren Tagen. (Aus Prestige Gründe fügte man den Namen Habsbourg hin zu). 1737 verzichtete François III auf seine Rechte auf das Land Lothringen um dafür das Groß Herzogtum Toskana zu erhalten welches er bis 1765 innen hielt.
Dennoch bestand er auf den Titel "Herzog von Lorraine" für sich und seine Erben. 1745 wurde er zum römischen Kaiser gewählt. Der heutige älteste Herr des Hauses von Habsbourg-Lorraine ist der Herzog von Hohenberg (geboren 1929). Dennoch wird sein Zweig, gerade weil er der älteste ist aus österreichischem Gesichtspunkt als morganatisch betrachtet, und der Titel Herzogs von Lorraine wird vom Erzherzog Otto von Habsbourg-Lorraine (geboren 1912),ältester Sohn des letzten Kaisers Österreichs, Karl I. getragen. Die Grafschaft, später Herzogtum von Bar wird im X. Jahrhundert von Ferry von Ardennes, der Bruder des Bischofs von Metz, Adalbéron, gegründet.

Ferry wird 959 Herzog von Hohen-Lothringen. Die Grafschaft von Bar wird 1033 für Sophie, Tochter des Herzogs Ferry II, verheiratet mit Louis, Graf von Mousson wieder von Bedeutung. Denn Graf von Mousson war ebenfalls Graf vom Elsgau, welches Ferrette und Montbéliard mit einbeschließt.

Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen war mit Elisabeth Waldner von Freundstein verheiratet, dessen  Mutter Lucie von Ferrette war. Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen war 1608 geheimer Rat vom Fürst zu Württemberg. 1615 Fürst und Vogt von Montbéliard. Am 8.1.1618 wurde er zum Bürgermeister der Stadt von Montbéliard gewählt.

Saint Hippolyte, wo wir 1620 die Geldrich finden, war also eine Enklave, die dem Herzogtum von Bar (Bar-Le-Duc) gehörte und Ferrette, Montbéliard und St. Hippolyte mit einbeschlossen.

Somit kann man mit sehr wahrscheinlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Geldrich von Sigmarshofen aus Montbéliard sowie die Geldrich aus St. Hippolyte miteinander verbunden waren und, eine Verknüpfung zwischen St. Hippolyte, Montbéliard und Schoppenwihr kann auch nicht abgestritten werden.

Nach dem Tod von Thierry II. im Jahr 1044 geht Montbéliard an den älteren von seinen Söhnen, an Thierry.  Ajoie, Elsgau  mit  Ferrette geht an seinen zweiten Sohn, und der jüngste, Renaud (+ 1149), bekommt Bar, welches im Hause Bar-Moussons bis zum XV. Jahrhundert verbleibt.

1301 besiegt und gefangen gehalten durch Philippe le Bel musste der Graf Henry III, bzw. di
e Grafen von Barrois für den links der Maas gelegenen Teil die französische Oberhoheit anerkennen. Seitdem unterschied man das zu Frankreich gehörende Barrois royal (Barrois mouvant; mit Bar-le-Duc, Ligny, Gondrecourt) und das zum Reich zählende Barrois ducal  (Barrois non mouvant; mit Saint-Mihiel, Pont-à-Mousson, Briey, Longwy).

Der Kaiser Charles IV, " König des römischen Reichs " errichtet 1354 die Grafschaft von Bar als Herzogtum. Der Graf Robert, Schwiegersohn von Jean le Bon, wird der erste Herzog der Barrois sein.


1415, nach dem Tod von Herzog Édouard III., während des Kampfs von Azincourt, geht  das Herzogtum an seinen Bruder, den Kardinal von Bar, der es 1420 seinem Großneffen, dem zukünftigen König René vermacht, der seinen Anspruch geltend macht als Nachfolge  seiner Großmutter Yolande von Bar, Schwester des Kardinals, und von seiner Mutter Yolande von Aragon, Tochter von Yolande von Bar und von Jean I. von Aragon.

Mit der Ehe mit Louis II. von Anjou wurde Yolande von Aragon zur Herzogin von Anjou. und Stiefmutter von Charles VII. Und 1430 geht tatsächlich "mooving Bar"  in den Einfluss Frankreichs.

Nach dem Tod von René, "geht mooving Bar" an seine Tochter, Yolande von Anjou, und 1484 an ihren Sohn, der Herzog René II. von Lorraine und Bar.

Seitdem, 1483, war das Herzogtum vom seigniories von Châtel-sur-Moselle und Bainville zum Vorteil vom königlichen Gebiet amputiert worden. Später haben Lorraine und Bar eine miteinander verbundene Geschichte. Wird das Herzogtum von Bar zusammen mit dem Herzogtum von Lorraine, wird 1776 Frankreich eingegliedert Nach dem Tod des letzten Herzogs von Lorraine und von Bar wird das Herzogtum von Bar zusammen mit dem Herzogtum von Lorraine, 1776 Frankreich eingegliedert (Von Stanislas Leszczynski)


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Zur fehlende Verknüpfung vor Mathis Geldrich, (Sohn des  Michael Geldrich verheiratete mit Dorothéa Melfinger, beide aus Saint Hippolyte im Elsass / Frankreich):

Laut Taufurkunde wurde Mathis Geldrich in Griesbach im Elsass geboren. Er war Gerichtszwölfter bzw. Schöffe  und Mitglied am Schöffengericht.

Definition:

Im Mittelalter war ein Schöffe ein Beamter der vom Gericht bzw. von der Polizei beauftragt wurde. Meist wurde er von den hohen Lehensmänner oder vom Gutbürgerlichem Volk gewählt.


Im moderneren Zeitalter übergab man ein Teil ihrer gerichtlichen Funktionen in die Händen der Vögte, und in vielen Orten waren die Schöffen nicht mehr als kommunale Offiziere und Ratgeber des Bürgermeisters.

An der Spitze der Schöffen stand der Bürgermeister der gleichzeitig auch meist das Amt des Stadtammannes inne (Vorsitz im Stadtgericht) hatte.

In Paris waren die Schöffen Beisitzer der Händlervögte  und tagten auch zusammen mit diesen in den Rathäusern. Posten die als Sprungbrett für die Ratsmitgliedschaft galten und, besonders, wenn es dem Bewerber gelang sich nobilitieren zu lassen und so Anschluss an das Patriziat zu finden. Saß man als Rechtskundiger einmal im Rat, so fiel der Schritt zum Stadtamman und zum Bürgermeister nicht mehr allzu schwer. Man genoss natürlich das Privileg des Adels und erwarb selbst den Adelstitel, den man Jahre später, in Funktion seiner Macht, den eigenen Kindern vermachte.


Nach der französische Revolution 1789, schaffte man die Vögte ab und deren Aufgabenbereich ging an Bürgermeister und Gemeinderat über.

Die Nobilitierung als Mitglied des Schöffengerichtes wurde nur in Städte vergeben wo auch ein Schöffengericht vorhanden war. Großstädte wie Paris, Lyon, etc.. Der Titel wurde auch weiter verliehen wenn einer der Vorfahren solch ein Amt ausgeübt hatte.

Dieses Privileg wurde nach dem Beispiel der Dekurioren der römischen Städte gegründet. Aufgrund ihres Amtes nutzten die Dekurioren das Privileg und bestanden auf ihrer Behauptung  Adelig zu sein.


Charles V. (Karl der V.)1371, verlieh den Pariser Spießbürger den Adel.

Im Januar 1577, nach vielen Verhandlungen, sah sich Henry III. (König Heinrich III.) gezwungen, die der gemachten Zugeständnisse wieder zurückzunehmen und reduzierte dieses Privileg den Vögte und den Schöffen sowie deren   Erben, die seit seiner Amtszeit (die des Königs!) in ihrem Amt tätig waren.

- Das Wichtigste ist die Taufurkunde  (datiert am 10. Juni 1695) der ehelichen Tochter von Mathis Geldrich und Anne Elizabeth Klein, Anne Mary Geldrich. Sie heiratete Jean Isenmann, Spießbürger zu Forstheim in der Nähe von Griesbach / Elsass / Frankreich, (die Stadt, wo hier Vater geboren war).


Die Taufpatin von Anne Mary Geldrich ist Mary Wurmbser (Wurmser), Mitglied einer berühmten Elsässischen Familie!

Die Familie von Wurmser ist ein anderer Zweig im Stammbaum der Familie Waldner von Freundstein! Somit auch in direkter Linie als Vorfahren der Baronin d'Oberkirch. Tatsächlich ist die Großmutter der Baronin d'Oberkirch keine andere als Françoise Salomé von Wurmser von Vendenheim und von Sundhouse, verheiratet mit Fréderic Louis Waldner von Freundstein, geboren 1676, 1735 verstorben.

Da die Mutter von Henriette Louise Waldner von Freundstein (die spätere Baronin d'Oberkirch) im September 1758 recht jung noch starb, wurde ihre  4 Jahre alte Tochter Henriette von deren Taufpatin die Cousine ihres Vaters, Eve von Wurmser großgezogen. 

Die Wurmser waren ebenfalls Baronen. Die Baronen von Wurmser gehöhrten aber auch zur hohen deutschen Aristokratie.

In diesem Link, http://vendenheim.free.fr/html/historique.htm ist die Rechtschreibung der Namen Wurmbser oder Wurmser gebräuchlich.

- Auf derselben Taufurkunde  von Anne Mary Geldrich, Tochter von Mathis Geldrich und Anne Elizabeth Klein haben wir auch ihren Taufpate Christ Schrackh.  Auf der Taufurkunde vom 1.3.1692 von Jean-Jacques Geldrich,  legitimer Sohn von Mathis Geldrich und Anne Elizabeths Klein, also Bruder von Anne Mary, haben wir auch diese Familie Scharckh mit Eve Schrack als seine Taufpatin.

Wir finden diese Familie Schrack oder Schrackh unter den Vorfahren der Familie von Dettlingen wieder, allerdings Schrackt geschrieben. Im Heft Nummer 128  des Elsässischen Ahnenforschungskreises wird hinzugefügt, dass diese Familie von Schrakt eine aristokratische Familie sei, aber nicht aus dem Elsass stammend. Caroline von Dettlingen heiratete ein Mitglied der Familie "von Schrakt" und hat eine Großmutter "von Wurmser"; Zufall ?  Wir glauben es nicht.

Im Buch "Mémoires de la Baronne d'Oberkirch" (siehe auch DOberkirchD.htm ) von Henriette Louise Waldner de Freundstein wird dieser Name Schack buchstabiert. Die Rechtschreibung Schack und Schrack ist auch gebräuchlich!


- Zu Bemerken ist:
Unter den Vorfahren der Familie von Dettlingen finden wir viele Ehen mit Waldner von Freundstein und Wurmser von Vendenheim.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist,  Barbara, die Schwester von Elizabeth Waldner von Freundstein 1608 verheiratet mit Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen, ging 1609 mit Jean-Jacques von Dettlingen, in die Ehe ein.

Desweiteren haben wir auch das Wappen der Geldrich auf der Grabplatte der Mutter der Baronin d'Oberkirch.  Sie war Eléonora Sophia Waldner von Freundstein, eine geborene von Berckheim. (siehe auch DOberkirchD.htm )



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Schlussfolgerung:

Wir haben in der Genealogie der Baronin d'Oberkirch

- Weiter aufwärts in direkter Linie haben wir auch noch:

- Weiter aufwärts in direkter Linie haben wir auch noch:

Die Ehe von Elizabeth Waldner von Freundstein mit Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen.

Und wir Wissen, dass Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen Mitglied des Stadtrats und 1615 Führer der Stadtwache war. 1618 wurde er Bürgermeister und Vogt (Gerichtsverwalter bzw. Schirmherr des Gemeindebezirks) von Mömpelgart

Daraus folgend die enge Beziehung zwischen den Familien Mathieu (Mathis) Geldrich verheiratet mit Ann-Elizabeth Klein, die Familie von Dettlingen, Wurmser von Vendenheim und die Familie Waldner von Freundstein nach der Ehe von Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen mit Elizabeth Waldner von Freundstein im Jahr 1608.

Daraus resultiert auch die enge Verwandschaft zwischen Hans Wilhelm und Mathieu (Mathis) Geldrich. Er ist ein Nachkommen von Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshoffen (sein Großvater) und Sohn von Michael Geldrich und Dorothéa Melfinger.

Drittens haben wir die Beziehung zwischen der Familie von Schauenburg und Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen. (Siehe die Seite bezüglich der Stadt Oberkirch im Schwarzwald und Schoppenwihr im Elsass).

In diesen Dokumenten ist es klar begründet, dass Hans-Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen eine Familiäre Verbindung zu Oberkirch in Deutschland hat dort Land und Güter besaß.

 Die Verbindung zwischen Schoppenwihr in der Nähe von Colmar in Frankreich und Oberkirch in Deutschland ist somit identifiziert und bewiesen!

Folglich können wir versichern, dass Michael Geldrich verheiratet mit Dorothéa Melfinger zur gleichen Zeit wohnhaft in St. Hippolyte, in der Tat der Sohn von Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen ist.

Wir können auch versichern, dass die Geldreich von St. Hippolyte im Elsass und die Geldreich von Oberkirch in Deutschland von der ein und selben Abstammung  sind, die der Geldrich von Sigmarshofen.

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