Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen
Geboren wurde er am 14. Mai 1583 in Ravensburg / Deutschland als Sohn des Hans Friedrich Geldrich von Sigmarshofen und der Margaretha
Schultheiß von Konstance, und verstorben am 25 Januar 1651 in Basel / Schweiz. Hans Wilhelm ist ein für uns sehr wichtiges Familienmitglied.
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Das Bild Links ist eine Kopie des Evangelischen Kirchbuchs -Taufen, der Stadt Ravensburg. Auf der rechten Seite der Eintrag der Taufe von Hans-Wilhelm Geldrich. Das Buch wird im Ravensburger Stadtarchiv aufbewahrt.



Das untere Bild ist die Hochzeitsakte von Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen und Elisabeth Waldner de Freudenstein vom 01.08.1618. Das Originale befindet sich im Landesarchiv vom Haut Rhin in Colmar / Frankreich.
Er war 1608 geheimer Rat des Fürst zu Württemberg und begleitete diesen auf seinen Wegen. Ein Sitz hatte der Fürst in Mömpelgart, das heutige Montbéliard in Frankreich. Dort war Junker Hans Wilhelm Gelderich von Sigmarshofen auch Mitglied des Stadtrats und 1615 Führer der Stadtwache. Am 08.01.1618 wurde er Bürgermeister und Vogt (Gerichtsverwalter bzw. Schirmherr des Gemeindebezirks) von Mömpelgart.

Unbestritten war Hans Wilhelm, derjenige der Geldreich, der am meisten reiste. Wir finden ihn nicht nur in Montbéliard, sondern auch auf dem Wolfsberg in der Schweiz. Er erscheint am 20.März 1623 als Besitzer des Hofes. Er hinterließ der Wolfsberg seinen beiden Söhnen Ludwig Friedrich und Georg Leopold. Nach der Teilung vom 27. März 1657 fiel der Wolfsberg dem jüngeren Georg Leopold zu.

Am 04. August 1629 war Hans Wilhelm Besitzer einer Pforte in der Nähe von St. Pierre in Montbéliard. Diese Pforte die sich an der Kreuzung der Rue de la mouche und der  Rue cuvier befand besteht heute nicht mehr. Saint Pierre war ein Stadtviertel welches nur über eine kleine Brücke zu erreichen war.




Auf dem Schlossgelände in Montbéliard befindet sich das ehemalige städtische Verwaltungsgebäude worin sich heute eine Musikschule befindet und besichtigt werden kann. Das Gebäude wurde 1597 zum Empfang der Verwaltungsmitglieder und Höflinge gebaut und wird auch „Unterkunft der Adligen“ genannt. Mit höchster Sicherheit ging Hans Wilhelm G. in diesem Haus ein und aus.
Siegel des Hans Wilhelm Gelderich von Sigmarshofen. Das Foto wurde von einem Dokument welches im Stadtarchiv von Montbéliard liegt genommen. Ganz deutlich zu erkennen ist seine Unterschrift:

J.Guillaume
Geldric h
Sigmarshofen.


Im Siegel das Wappen mit offenem Helm, darüber der sitzende Windhund, im Schild drei aufeinander rennende Windhunde. Das Wappen der Geldrich von Sigmarshofen.
Hans Wilhelm Geldrich von Sigmarshofen ist am 25. Januar 1651 gestorben und anschliessend im Basler Münster bestattet worden. Die Fotokopie ist ein Auszug aus dem Johannes Tonjoia, Basilea Sepulta... Basel 1661, Seite 93 abgedruckten Text, mit den Inschriften von seinem Grabstein und seinem Epitaphium.
Hier eine weitere Aufnahme eines Dokuments mit Siegel des Hans Wilhelm Gelderich von Sigmarshofen. Siegel aus rotem Wachs vom Siegelring des Hans Wilhelm, stammend aus dem Jahr 1634. Bei dem Dokument handelt es sich um die Einnahme durch Hans Wilhelm G.v.S. der Steuergelderfür ein Lehen in Pfaffenheim.
Dieses Originale befindet sich im Landesarchiv vom Haut-Rhin in Colmar / Frankreich.
An. 1651- - - - - - - - - - - - ------ - - - - - -Auf dem Stein
- - - - - Hier ruhet in Gott seliglich weiland der Hochwol Edelge=
- - - - - - - - -bohrene Joh. Wilhelm Göldreich von Siegmars =
-- - - - -- - -hoffen / Fürstl Würtenberg. geheimer Rath und Stadt=
- - - - - - - halter zu Mömpelgart.Nach Christlichem Leben starb
-- -- - - -- -er ganz Christlich den 25. Januarii 1651seines Alters 68.
- - - - - - --Jahr. Erwartend der fröhlichen Auferstehung.
- - - - - - - - - -- - - - - - - - - -Epitaphium
- - - - - ------------- - - - -Letzter Trostpruch.
- - - - - - - -J. Joh. Willhelm Göldrichs
- - - - - - - -- - - - - - - - - -von Sigmarshoffen/
- - - - ----- - - - -- - - - - - - - - -Fürstl Würtenberg. Rath
- - - -------- - - - - - -und Stadthalter zu Mömpelgart
- - - - --------- - - - - -- - - - - - - - - -Aus Paul. Rom 8.
Der Geist Gottes gibt Zeugniß unserem Geist daß wir Kinder
- - - - - Gottes sind/sind wir nun Kinder/so sind wir auch Er=
- - -- -- ben/nämlich Gottes Erben/und Miterben Christi.
Wir finden Hans-Wilhelm Geldrich v.S. später wieder im Elsass, 8 Km nördlich von Colmar als er zusammen mit seinem Cousin "Friedrich-Johann ( Frédéric-Jean) von Brininghoffen" von deren Onkel Wolf Sebastian von Ferrette sie Anfangs des XVII JH. das Anwesen Schoppenwihr erbten.1623 überließ Hans-Wilhelm G. v.S. seinem Cousin Frédéric-Jean ein Viertel der gemeinsamen Lehnsgüter die sie in Kientzheim, Kaysersberg, Straßburg und Oberkirch / Deutschland besaßen.